Sega GameGear
Um den 1989 erschienenen Nintendo Game Boy Konkurrenz zu machen, entwickelte Sega den Game Gear, welcher 1990 in Japan, 1991 in Amerika und Europa und 1992 in Australien erschien. Technisch gesehen
ist es ein erweitertes Sega Master System, was Portierungen von Spielen einfach machte. Außerdem gab es den Adapter "Master Gear", der Master System Spiele am Game Gear spielbar machte. Da der Game
Gear aber mehr Farben als ein Master System darstellen konnte, gab es keinen Game Gear-Adapter für das Master System. Auch gab es einen TV-Adapter, um Fernsehprogramme oder eine externe Video-Quelle
auf den Game Gear Bildschirm zu bringen. Mit Farbdisplay, Hintergrundbeleuchtung und besserem Ton hatte man Vorteile gegenüber dem schwarz/weißen GameBoy. Nachteile waren allerdings, dass man sechs
Batterien (statt vier beim GameBoy) benötigte und diese schneller verbraucht wurden. Weiters gab es weniger Spiele und das sehr erfolgreiche Tetris war nur auf dem GameBoy erhältlich, beim GameGear
lag allerdings das (ähnliche) Spiel "Columns" bei. Der GameGear war doppelt so teuer wie der GameBoy und noch größer, sodass man ihn doch relativ schlecht unterwegs mitnehmen konnte. Mit ca. 11
Millionen verkaufter Systeme liegt man klar hinter Nintendo zurück, allerdings vor anderen Konkurrenten wie dem ebenfalls mit Hintergrundbeleuchteten Farbdisplay ausgestatteten Atari Lynx.
test
Hier ein Sega GameGear mit passendem Spiele-Modul. "Columns" wurde mitgeliefert und erinnert etwas an Tetris.
Der Handheld ist groß und die Qualität des Bildschirmes lässt sich mit heutigen Displays nicht vergleichen, die Farben wirken wenig lebhaft. Links unten der Lautsprecher, darüber Steuerkreuz.
Rechts davon Power LED und Bildschirm mit einer Bildschirmdiagonalen von 8,1 cm. Rechts der Start-Button sowie die Aktionsknöpfe (1 und 2).
Den GameGeear gab es 1994 auch mit blauem Gehäuse. Ansonsten blieb er weitgehend unverändert. Wie bei den späteren GameGear üblich, enthält er nur noch einen statt zwei Spezialchips. Außerdem wurde
der Stromanschluss geändert, sodass Akku-Packs und Netzteile nicht mehr kompatibel sind. Er verwendet den kleineren Anschluss wie bei Mega Drive 2 und Nomad üblich. Außerdem gab es eine limitierte
Coca Cola-Version in rot. Nur in Japan gab es weitere Farben (rot und hellblau, weiß und Kids Gear mit Aufdruck).
An der Oberseite: roter Ein-/Ausschalter, Netzteil-Anschluss, Modul-Schacht, Kopfhörerbuchse (3,5" Klinke) sowie Lautstärkeregler. An der linken Seite (hier nicht Sichtbar) kann man zusätzlich die
Helligkeit des Bildes einstellen.
Die Rückseite mit Modul-Schacht und zwei Batterie-Abdeckungen, die je drei Batterien aufnehmen.
Innen mit SMD Technik und mehreren Platinen, die mit Kabel verbunden wurden. Als Hintergrundbeleuchtung dient eine kleine Leuchtstoffröhre, welche unter einer Abdeckung mit dem Hinweis "Hochspannung"
zu finden ist. Zu erwähnen wäre noch, dass viele Game Gear durch die Minderwertigen Bauteile teildefekt werden. So ist ein weit verbreitetes Problem, dass die Tonausgabe nur über den Kopfhörer-Ausgang
funktioniert, nicht aber am internen Lautsprecher. Schuld daran sind SMD-Elkos der Audio-Platine.
Der beliebte TV Tuner ermöglichte es, unterwegs am Bildschirm des GameGear fern zu sehen. Da diese Ausstrahlungsart heutzutage eingestellt wurde, kann man keinen Sender mehr empfangen. Allerdings bietet
die Erweiterung auch einen Video-Eingang, an dem man andere Signalquellen anschließen kann.
Das Battery Pack besteht aus einem wiederaufladbarem Akku für das Game Gear sowie einem Netzteil zum Aufladen. Dies reichte voll aufgeladen für ca. vier Stunden Laufzeit des Game Gear.
Eine Original Tragtasche von Sega für den Game Gear.
In der Tasche kann der Game Gear mit TV-Tuner sowie Lupe und Battery Pack transportiert werden. Außerdem können 12 Spielemodule im oberen Bereich fixiert werden. Außen gibt es zwei weitere Möglichkeiten,
etwas mitzunehmen (z.B. Anleitungen, weitere Spiele).
3D Modell
Dieses 3D Modell wurde NICHT von mir erstellt. Ich habe es lediglich bearbeitet und zu diesem 3D Modell verarbeitet. Sie sind frei Downloadbar von Google SketchUp Usern, alle Rechte liegen bei:
Technische Daten
| Erscheinungsjahr: | 6. Oktober 1990 (Japan) 1991 (Nordamerika, Europa) 1992 (Australien) |
| Gebaut bis: | 1995 |
| Ca. Neupreis: | € 150 |
| Prozessor/Takt: | Zilog Z80 (3,58 MHz) |
| Arbeitsspeicher: | 8 KB |
| Betriebssystem: | - |
| Grafikchip: | ? |
| max. Auflösung: | 160 x 144 (max. 256 x 192) |
| Farben: | 4096 |
| Soundchip: | ? |
| Sound: | 4 Kanal, Stereo |
| Maße: | 200 x 110 x 34 mm |
| Anschlüsse: | Netzteil Molul-Port Kopfhörer |
| Erweiterungen intern: | keine |
| Verkaufszahlen: | ca. 11 Millionen |
| Rarität: | ![]() |
Sammlung
Die abgebildeten Geräte befinden sich in der Sammlung!
Dazu passend
Passende Erweiterungen für die Konsole Sega GameGear:
- keine in der Sammlung
- keine in der Sammlung


