Kauftipps
Sie wollen sich einen klassischen Computer kaufen, wissen aber nicht welchen? Hier habe ich Argumente für und gegen die einzelnen Rechner als
Entscheidungshilfe zusammengetragen.
Commodore
VC20Der VC20 ist Vorgänger des C64 und Commodores erster Versuch, in den Heimcomputermarkt einzusteigen. Der Spielecomputer ist kompatibel mit Datasette und 1541 Laufwerken. Negativ ist, dass er nur einen Joystick-Anschluss hat und es wenig neue Hardware dafür entwickelt wird. Problematisch ist, dass die Spiele verschiedene RAM-Ausbaustufen benötigen. Das bedeutet, dass man alle damals erhältlichen Speichererweiterungen benötigt, um alle Spiele spielen zu können.
Empfehlung für Neueinsteiger:
C64
Der C64 ist meistverkaufter Computer aller Zeiten! Daher gibt es ein sehr großes Software- und Hardwareangebot und daher auch viel neue Hard- und Software. Zwei Joystick-Anschlüsse sorgen für eine Menge Spielspaß. Der Computer ist sehr robust und es gibt billige Ersatzteile.
Empfehlung für Neueinsteiger:
C264 Serie (C16, C116 und Plus4)
Die Nachfolger vom C64 sind C16, C116 und Plus4 (werden zusammen auch als C264er-Serie bezeichnet). Für diese Rechner gibt es recht viel Software, wobei man die verschiedenen RAM-Ausbaustufen (C16 und C116: 16 KB, Plus4: 64 KB) beachten muss. Daher sind die Computer nicht zu allen Spielen kompatibel. Alle drei Computer haben ein gutes BASIC und im Falle des Plus4 ein cooles Design. Leider wurden die Joystick- und Datasette-Anschlüsse geänderte. Somit sind hier Adapter oder spezielle Joysticks nötig. Bei C16 und C116 ist das Netzteil qualitativ sehr schlecht. Es gibt wenig neue Hardware. Der Soundchip ist schlechter als der im C64, die Chips (TED, CPU) werden oft defekt. Wenig und daher teure Ersatzteile.
Empfehlung für Neueinsteiger:
C128
Die Rechner der C128-Serie sind C64-kompatibel (siehe auch Vorteile beim C64). Es gibt aber sehr wenig Software speziell für diese Rechner. Der C128 ist auch als Desktop-Variante verfügbar, welches das Netzteil und eine Floppy schon integriert hat (daher weniger Kabelsalat). Die Computer haben das modernste Commodore BASIC eingebaut. Es gibt drei Betriebsarten, wobei der C128 Modus und CP/M Modus nur eingeschränkt nutzbar sind. Die drei Modi und zwei Grafikausgänge machen den Rechner ein wenig kompliziert. Der Tastaturcomputer ist größer als der C64.
Empfehlung für Neueinsteiger:
Empfohlenes Commodore-Zubehör:
Diskettenlaufwerk inkl. Datenkabel, Joystick(s), Kartenlesegerät oder Datenübertragungskabel bzw. Diskettensammlung, Netzteil (VC20, C64 und C128 verwenden spezielle) und Kabel für Video
(Bei den C264er braucht man auch noch Joystick-Adapter oder spezielle Joysticks!)
Amiga
A1000Den A1000 hat in der Grundausstattung zu wenig RAM. Meist ist aber eine 256 KB Speichererweiterung eingebaut (also insgesamt 512 KB RAM). Er bei Sammlern gefragt und deswegen teurer. Schlecht erweiterbar und jedes Mal muss die Kickstart-Diskette eingelesen werden. Darauf achten, dass eine Kickstart-Diskette mitgeliefert wird, da man den Computer ansonsten nicht starten kann!
Empfehlung für Neueinsteiger:
A500
Der A500 mit Kickstart 1.3 ist eigentlich der beste Amiga, um von Diskette zu spielen. Den A500 an den Fernseher anschließen ist zwar direkt möglich, aber nur in Schwarz/Weiß. Da hilft der A520 TV-Modulator. Interessante Erweiterungen wie das A570 CD-Laufwerk und sehr viele weitere Zubehörteile machen das System erweiterbar, doch leider wird das System dann sehr groß. Wenn man erweitern möchte, lieber einen anderen Amiga wählen. Leicht zu reparieren, Hardware sehr robust. An den Erweiterungen wurden oft Akkus verbaut.
Empfehlung für Neueinsteiger:
A500 Plus
Der A500+ ist durch Kickstart 2.0 leider softwareinkompatibel zu einigen Spielen. Auch hier ist ein Akku eingebaut! Dieser kann die Platine angegriffen haben, sodass er defekt ist oder Probleme bereitet. Er bietet schon 1 MB RAM. Ansonsten wie A500!
Empfehlung für Neueinsteiger:
A600
Der A600 ist eigentlich sehr gut: Mit PCMCIA-Schnittstelle auch noch mit heutiger Hardware kompatibel (wichtig für Datenaustausch mit CF-Karte), interne Festplatten unterstützt bis 4GB, eingebauter TV-Modulator und 1 MB Speicher. Aber ohne Kickstart-Umschaltung von 1.3 auf 2.0 nicht zum Spielen zu empfehlen. Mit Kickstart-Umschalter sehr kompatibel und gleichzeitig modern. Hat viele extra Erweiterungen vom A500 schon eingebaut (IDE, A520, usw.). Schlecht erweiterbar, wenige, teure Erweiterungen. Schwer zu reparieren, nicht alle Teile haltbar (Elkos).
Empfehlung für Neueinsteiger:
A1200
Der A1200 ist mit AGA-Chipsatz sehr farbenfroh und mit Kickstart/Workbench 3.0 benutzerfreundlich. Wie der A600 besitzt er eine PCMCIA Schnittstelle (wichtig für Datenaustausch mit CF-Karte), eine IDE Schnittstelle und einen eingebauten TV-Modulator. Es gibt auch für diesen Amiga sehr gute Software. Aber einige ältere Spiele laufen darauf leider nicht. Mit einem CD-Laufwerk und Software auch CD32 kompatibel. Viele Erweiterungen, darunter auch Turbokarten. Mit ihnen ist auch WHDLoad möglich! Schwer zu reparieren, nicht alle Teile haltbar (Elkos).
Empfehlung für Neueinsteiger:
A2000
Der A2000 ist eigentlich günstig, aber in der Grundausstattung nicht viel leistungsfähiger als ein Amiga 500. Das Gerät ist recht groß und wenn man es erweitern möchte, auch recht teuer. Dafür gibt es unzählige Erweiterungen dafür. Ist zwar leicht zu reparieren, doch es ist ein Akku eingebaut! Dieser kann die Platine angegriffen haben, sodass er defekt ist oder Probleme bereitet. Beim Amiga 2000 ist auch das Netzteil auffällig: Es ist oft defekt und speziell bei Erweiterungen kann es passieren, dass es an der Belastungsgrenze betrieben wird.
Empfehlung für Neueinsteiger:
A3000
Der Amiga 3000 ist teuer, aber bietet schon in der Grundausstattung sehr viel: 030 CPU, SCSI (für Festplatten) sowie VGA (einziger Amiga der ohne Erweiterungen an PC-Monitoren funktioniert) und viele Erweiterungsmöglichkeiten. Hat leider keinen internen Schacht für CD-Laufwerke. Auch hier ist ein Akku eingebaut! Dieser kann die Platine angegriffen haben, sodass er defekt ist oder Probleme bereitet. Reparatur ist eher schwierig und viele Ersatzteile sind selten! Empfehlung daher eher für Fans als Neueinsteiger.
Empfehlung für Neueinsteiger:
A4000
Auch der Amiga 4000 ist teuer, aber auch einer der modernsten Amiga-Modelle. Mit 030 oder 040 CPU und bis zu 16 MB FastRAM auf der Hauptplatine. Viele Erweiterungs-Slots ermöglichen die Nutzung aller Amiga-Karten. Er bietet zwei Diskettenlaufwerke und ein CD-Laufwerk intern. Modernes Design, jedoch kein VGA Anschluss wie im Amiga 3000. Auch hier ist ein Akku eingebaut! Dieser kann die Platine angegriffen haben, sodass er defekt ist oder Probleme bereitet. Schwer zu reparieren, nicht alle Teile haltbar (Elkos). Empfehlung daher eher für Fans als Neueinsteiger.
Empfehlung für Neueinsteiger:
CDTV
Das Amiga CDTV ist mit dem benötigten Zubehör (Disketten-Laufwerk, Joystick-Adapter und Tastatur) eher teuer, passt dafür aber in jedes Wohnzimmer und verhält sich wie ein Amiga 500. Es gibt nur wenige spezielle CD-Spiele. Kabellose Fernbedienung nicht für alle Spiele geeignet.
Empfehlung für Neueinsteiger:
CD32
Für das Amiga CD32 gibt es eigentlich einige CD-Spiele. Auch kann man CDTV Spiele abspielen. Ein Diskettenlaufwerk kann aber nur mit teuren Erweiterungen angeschlossen werden. Die Qualität ist nicht so gut, das Gehäuse, die Joypads und die CD-Klappe wenig stabil.
Empfehlung für Neueinsteiger:
Empfohlenes Amiga-Zubehör:
2. (externes) Diskettenlaufwerk, Joystick(s), Maus, Workbench-Disketten, evtl. Erweiterungen, Netzteil (A500, A600 und A1200 verwenden spezielle, externe Netzteile), Diskettensammlung
(Für Spiele von Disketten sollte aus Kompatibelitätsgründen Kickstart 1.3 eingesetzt werden!)
Atari
2600Günstig und der Klassiker schlechthin. Original-Joysticks teilweise schon abgenutzt oder defekt. Auf Spiele-Module achten: Ohne Spiele tut sich nichts da keine Spiele eingebaut sind! Netzteil hat Klinken-Mono-Stecker, das als Universalnetzteil auch im Handel noch erhältlich ist. Es hat nur Antennen-Ausgang, daher ein Fernseher mit passenden Anschluss und nötiges Können für Kanalsuche vorrausgesetzt. In alter bzw. neuer Form als "junior" erhältlich. Beide sind allerdings technisch identisch.
Empfehlung für Neueinsteiger:
7800
Spielt alle 2600 Spiele ab und zusätzlich noch die erschienenen 7800 Module mit besserer Grafik. Ein Spiel (Asteroids) ist eingebaut. Es startet, wenn man kein Modul einlegt. Das Netzteil allerdings hat einen speziellen Anschluss und sollte daher dabei sein!
Empfehlung für Neueinsteiger:
XL/XE Serie
Die meisten Spiele und Programme wurden für den 800 XL geschrieben. Daher sollten 64 KB RAM vorhanden sein. Der 600 XL bietet nur 16 KB RAM. Speziell bei Ataris Diskettenlaufwerken ist das 9V Netzteil welches schwer zu bekommen ist. Ebenso sind die Datenkabel (SIO) speziell. Ansonsten recht robust!
Empfehlung für Neueinsteiger:
ST
Der Atari ST bietet viel, ist aber auch etwas kompliziert. Das teils (je nach Modell) eingebaute Netzteil ist positiv, so kann es nicht verloren gehen und es gibt keinen Kabelsalat (z.B. 1040 STf / STfm, 520 ST benötigt ein externes Netzteil). Auch wichtig: Disketten für den ST können am PCs geschrieben werden - der Datenaustausch ist einfach! Etwas kompliziert hingegen ist jedoch der Monitor: Spezieller Anschluss und zwei Modi (schwarz/weiß und Farbe). Für den schwarz/weiß Modus gibt es meist den Monitor SM124 dazu. Hier laufen jedoch nur wenige Spiele. Für den Farb-Modus benötigt man seltene Farb-Monitore oder ein anderes Kabel oder kann bei gewissen Modellen mit eingebauten TV-Modulator das (schlechte) Antennen-Ausgangssignal verwenden. Optimal ist der 1040 STfm, der hat einen TV-Ausgang (Antenne). Der STE ist etwas erweitert und dann gibt es noch den hübschen Mega ST sowie den Mega STE. Lesen Sie mehr über die Atari-ST-Modelle.
Empfehlung für Neueinsteiger:
Empfohlenes Atari-Zubehör:
Joystick(s), Maus (Atari ST-Serie), Netzteile und Verbindungskabel, Diskettensammlung/Module
