Amiga 4000
Der Amiga 4000 ist eines der letzten Commodore-Produkte und war leistungsstark und gut erweiterbar. Der verbesserte Chipsatz namens AGA kann mehr Farben in besserer Auflösung darstellen. Das große Gehäuse,
das im Gegensatz zum Amiga 3000 auch den Einbau von einem CD-Rom-Laufwerk erlaubt, wird nur noch von der seltenen Amiga 4000 Towervariante übertroffen, die noch mehr Erweiterungssteckplätze und zusätzlich zum
IDE-Anschluss noch SCSI erlaubte, ansonsten aber technisch gleich war. Nachteile im Gegensatz zum Vorgänger A3000 sind der fehlende Flickerfixer und der IDE statt SCSI Port, den nur noch der A4000 Tower bot.
Trotz des kleinen Gehäuses lassen sich einige Zorro-III Karten einbauen. Auch ältere Zorro-II Karten lassen sich verwenden, allerdings werden diese nur mit 16 Bit angesprochen. Der schon beim Amiga 3000
verwendete Prozessorsockel erlaubt das leichte austauschen der CPU-Karte gegen ein leistungsstärkeres Modell. Das verbesserte Kickstart und Workbench in der Version 3.0 hat Unterstützung für die neuen
Funktionen der Hardware, ist ansonsten aber sehr ähnlich zu Kickstart und Workbench 2.0.
Es gibt mehrere Versionen des Amiga 4000. Zuerst erschien der Amiga 4000/040 mit dem Motorola Prozessor 68040. Da dieser aber sehr teuer war, erschien später noch die günstigere Version Amiga 4000/EC030 mit dem Motorola Prozessor 68030. Dabei wurde einfach die CPU-Karte im Prozessorsockel sowie das Typenschild ausgetauscht. Wie auch vom Amiga 3000 erschien eine Tower-Variante namens Amiga 4000T mit mehr Erweiterungsmöglichkeiten. Später wurde der Amiga 4000-T von ESCOM/Amiga Technologies in einem anderen Gehäuse aber technisch unverändert wieder produziert. Technisch ähnlich, aber für den Heimbereich gedacht, ist der Amiga 1200 und die Spielekonsole CD32.
Hier das komplette System von links. Mit Original Maus und Tastatur. Die Farbe der neueren Amiga-Systeme A600, A1200 und A4000 ist nun weiß statt wie frühere Modelle beige. Die Tastatur und die Maus sind
farblich auf das System abgestimmt.
Noch einmal das gesamte System, diesmal von rechts und mit Original Amiga-Mousepad. Das abgebildete Modell ist ein EC030, das Einsteiger-Modell mit
68030 Prozessorkarte.
Hier zu sehen ist das Modell A4000/040. Es ist mit dem Modell A4000/EC030 identisch, hat aber ein anderes Typenschild sowie statt einer 3630 CPU-Karte ein Modell
3640 mit 68040 Prozessor. Es war teurer und war das erste Amiga 4000 Modell. Der billigere EC030 kam später. Hier am Bild wurden dieselben Erweiterungen vom 030 in
den 040 umgebaut.
Anschlüsse hinten: Ganz Links das Netzteil mit Stromanschluss. Oben in zweiter Reihe der Serielle Anschluss, darüber noch ein Erweiterungsschacht. Unten
Paralleler Anschluss, Floppy-Port, Tastatur-Anschluss, RGB-Video und Stereo-Sound. Leider fehlt der Farb-Cinchausgang. Darüber zu sehen sind die (hier unbelegten)
Erweiterungsmöglichkeiten. Rechts sind die Joystick und Maus-Anschlüsse zu sehen.
Hier mit geöffnetem Gehäuse: Links ist die Platine zu sehen. Ähnlich wie beim Amiga 3000 gibt es ein Doughterboard wo Erweiterungskarten waagrecht
eingesteckt werden können. Hinten rechts das Netzteil, links daneben die Festplatte. Vorne der Schacht für 5,25" Laufwerke (hier: DVD-Laufwerk).
Gut sichtbar auf diesem Foto ist das gesamte Board. Die Festplatte und die Laufwerke wurden hier entfernt.
Die Platine des Amiga 4000 hat rechts unten fünf RAM Sockel (einer für ChipRAM, vier für FastRAM). Daneben ist der Platz für den Uhren-Akku, der hier entfernt wurde.
Darüber liegt Buster, zuständig für die Zorro-Slots. Links davon Lisa und darunter Alice. Die zwei großen Anschlüsse in der Mitte des Boards sind für das Doughterboard,
darauf sind dann die Zorro Slots zu finden. Der Chip rechts darüber ist Ramsey und die zwei gesockelten länglichen ICs links daneben sind die Kickstart-Bausteine. Links daneben
ist der Chip "Fat Gary" sowie der IDE und der Floppy-Anschluss. Darüber befindet sich der Power-Anschluss zum Netzteil und rechts davon ist der CPU Slot. Hier wurden je nach
Modell eine 3630 oder 3640 CPU-Karte eingebaut. Es gibt aber auch schnellere CPU-Karten von Fremdherstellern.
Hier zu sehen ist der Original-Karton des Amiga 4000.
Der geöffnete Karton, darin der Amiga 4000 in Styropor und Commodore-Folie.
Auch die Tastatur hatte eine eigene Verpackung und Folie. Das Spiralkabel an der Tastatur ermöglicht es, die Tastatur weiter weg vom Computer einzusetzen. Doe Tastatur ist gleich wie die des A3000,
allerdings ist sie weiß statt beige.
Betriebssystem
Kickstart in der Version 3.0 und 3.1 hat nur kleine Änderungen im Erscheinungsbild gegenüber 2.0. Der Startbildschirm ist derselbe: Die Diskette ist animiert und wird
in das Laufwerk eingelegt. Der Hintergrund ist lila. Nur die genaue Version sowie der © Hinweis wurde abgeändert.
Workbench 3.0 ist sehr ähnlich zu Workbench 2.0. Das Menü ist nun aber weiß und hat schwarze Schrift (früher: schwarz mit grauer Schrift). Neu ist
die Unterstützung für den AGA-Chipsatz (mehr Farben und Darstellungsmodi). Lokalisierung in verschiedene Sprachen ist auch wieder möglich. Die
Icons sind gegenüber Version 2.0 unverändert.
3D Modell
Man kann die Perspektive ändern, zoomen und auch die Beleuchtung verändern. Aufgrund der Fähigkeit, das Modell in 3D drehen zu können, wird ein
aktueller Adobe Reader (Version 8.0 oder besser) vorausgesetzt. Man kann die benötigte Software kostenlos von der Herstellerseite herunterladen.
Dieses 3D-Modell ist © APACHE DESIGN. Ich habe das 3D-Modell in das PDF umgewandelt.
Interessantes
ModelleZuerst wurde der A4000/040 eingeführt und erst später das billigere Modell A4000/EC030.
Technische Daten
| Erscheinungsjahr: | 1992 |
| Gebaut bis: | 1994 |
| Ca. Neupreis: | € 2000 |
| Prozessor/Takt: | MC68030 (25 Mhz) oder MC68040 (25 Mhz) |
| Arbeitsspeicher: | 2 MB |
| Betriebssystem: | Kickstart 3.0 / Workbench |
| Grafikchip: | MOS 8364 "Lisa" und MOS 8374 "Alice" |
| Auflösung: | 1440×576 |
| Farben: | 16,7 Millionen |
| Soundchip: | MOS 8264 "Paula" |
| Sound: | 4 Stimmen, Stereo |
| Chipsatz: | AGA |
| Maße: | 380 x 125 x 395 mm |
| Anschlüsse: | Strom Tastatur Stereo-Audio RGB Monitor Seriell Parallel Disk Drive 2xJoystick |
| Erweiterung intern: | IDE 4xZorro-III 3x16-Bit ISA CPU Slot Videoslot |
| Verkaufszahlen: | 11.300 (Deutschland) |
| Rarität: | ![]() |
Sammlung
Die abgebildeten Geräte befinden sich in der Sammlung!
Dazu passend
Passende Laufwerke für den Computer A4000:
- A1010 Diskettenlaufwerk
- A1011 Diskettenlaufwerk
- A1411 Diskettenlaufwerk
- A1010 Diskettenlaufwerk
- A1011 Diskettenlaufwerk
- A1411 Diskettenlaufwerk


