Commodore 1570
Das Laufwerk 1570 war nie geplant, sondern entstand durch Probleme in der Fertigung bzw. Auslieferung des geplanten Laufwerks 1571, das speziell für den
C128 entwickelt wurde. Um den C128.Kunden dennoch ein passendes Laufwerk anbieten zu können, entschied man sich, die 1570 auszuiefern. Leider ist es trotzdem mit einigen
Einschränkungen verbunden. Das Gehäuse und damit auch das Netzteil wurden von der 1541 übernommen und damit auch die Wärme-Probleme. Das ins Gehäuse integrierte Netzteil
ist zwar praktisch, da es weniger Kabel und kein externes Netzteil gibt, allerdings sollte man keine Dinge oder weitere Floppies darauf stellen, da dann die Hitze nicht mehr entweichen kann. Dies könnte
zu Problemen führen (Lesefehler, verstellte Laufwerke). Außerdem hat die ebenfalls übernommene 1541-Laufwerks-Mechanik im Unterschied zur späteren 1571 nur einen statt zwei Schreib-/Leseköpfe, die jedoch
für einige CP/M Software benötigt werden. Von der 1571 stammt übrigens die Platine, die aber ein spezielles ROM enthält. So sind die neuen Formate zwar lesbar, jedoch benötigen einige CP/M Software zwei
Schreib-/Leseköpfe. Auch das Design ist nicht so passend wie jenes der moderneren 1571.
Das Laufwerk ist mit allen Commodore 8-Bit Computern mit seriellem Anschluss kompatibel und verwaltet sich selbst. Das bedeutet, es hat einen eigenen Prozessor, RAM und ROM. Auch wenn dieses Laufwerk für den C128 konzipiert wurde, ist es weiterhin (fast) vollständig kompatibel zur 1541. Die zusätzlichen Funktionen sind im 1541-Modus leider nicht nutzbar. Als Übergangs-Modell zur 1571 war es nur kurz am Markt und es wurden nur kleinere Stückzahlen verkauft.
Das Laufwerk ist, wie die 1541 auch, recht groß und verwendet dasselbe Gehäuse. Das Netzteil ist auch hier hinten eingebaut. Äußerlich ist die 1570 nur am Schild sowie dem hinten
angebrachten Typenschild von der 1541 zu unterscheiden.
An der Rückseite klebt das Typenschild. Auch sieht man eine Warnung, defekte Sicherungen nur gegen solche gleicher Bauart zu ersetzen. Ein Fehler mit überbrückter oder falscher Sicherung könnte
gefährlich sein und z.B. Brände auslösen. Links der Power-Schalter, daneben der Anschluss für ein normales Kaltgerätekabel. Rechts oben noch die zwei Commodore-Serial-Ports. Darunter die Sicherung.
Die Unterseite hat einige Lüftungsschlitze. Mit vier Schauben ist das Laufwerk zusammengehalten.
Die 1570 hat eine interessante Geschichte und war eine Notlösung, da die Mechaniken für die 1571 nicht lieferbar war. Die Mischung aus 1541 und 1571 wird sehr deutlich: Gehäuse, Mechanik und
Netzteil stammen von der 1541. Die Front der Mechanik wurde nur außen beige lackiert, innen ist es noch braun wie bei der 1541. Mit der Zeit und häufiger Nutzung geht leider die beige Farbe
außen ab. Innen wurde schon die Platine der 1571 verwendet, allerdings wurde ein spezielles 1570 Rom eingesetzt. Da die Anschlüsse der 1571-Platine im 1541 Gehäuse nicht passen, wurde eine Art
Adapter-Platine verwendet. Die kleine 1570-eigene Platine enthält die auf der 1571 Platine fehlenden Bauteile für das Netzteil sowie die zwei seriellen Anschlüsse, die mit einem Kabel an die
1571 Platine weitergeleitet werden.
3D Modell
Man kann die Perspektive ändern, zoomen und auch die Beleuchtung verändern. Aufgrund der Fähigkeit, das Modell in 3D drehen zu können, wird ein
aktueller Adobe Reader (Version 8.0 oder besser) vorausgesetzt. Man kann die benötigte Software kostenlos von der Herstellerseite herunterladen.
Dieses 3D-Modell ist © Stefan Egger!
IN ARBEIT
Sammlung
Die abgebildeten Geräte befinden sich in der Sammlung!
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